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19. Mai 2016
Vorbild: Fielmann

Klar, kreative Erfolgsrezepte werden schnell abgekupfert. Manchmal fällt das besonders auf, umso mehr, wenn sich Marken in einem ähnlichen Marktsegment bewegen, wie etwa Fielmann und Kind im Bereich der Hör- und Sehhilfen. Schauen wir mal genauer hin.

Fielmann legte vor: Die TV-Kampagne war und ist ganz auf das Ziel ausgerichtet, Kundenzufriedenheit „realistisch“ zu dokumentieren. In scheinbar „authentischen“ Straßeninterviews werden „echte“ Kunden (einzige Voraussetzung: Brillenträger) nach ihren Erfahrungen beim Fielmann Optiker befragt. Natürlich berichten sie in höchsten Tönen über ihr positives Kauferlebnis, insbesondere werden individuelle Beratung, Freundlichkeit und Preis hervorgehoben. Kleine Unbeholfenheiten wie Zögern, Stottern sowie Öhs und Ähs sind dabei durchaus beabsichtigt, erhöhen sie doch die dokumentarische Glaubwürdigkeit.

Nun hat Kind, der Hörgerätehersteller aus Hannover, schon seit einiger Zeit nachgezogen. Auch er lässt Kunden nach ihrem Kauferlebnis in einer Kind Filiale befragen. Das Ganze etwas glatter und gefälliger, aber auch auf „realistisch“ geföhnt. Die Emotion durch das neue Hörerlebnis und die damit verbundene Wiedererlangung der Lebensqualität nach dem Einsetzen des Geräts spielt dabei die Hauptrolle. Jeder Spot schließt mit dem Kundenbekenntnis: „Ich hab mein Kind im Ohr!”

Die Mechanik des Kind-Spots ist also identisch „authentisch” und eindeutig an Fielmann angelehnt – zugegeben mit einem leichten Stich ins Rosarote. Wie bitte?! Sie glauben das nicht?!! Sie meinen, das wäre doch ganz norm....oh, wir hören Sie gerade ganz schlecht....wir haben kein Kind im Ohr!

Hier die Spots im Vergleich:

Fielmann
Kind

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