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12.3.2019
Sein(z) oder Nichtsein(z) ...

... das ist für die Drogeriemarktkette dm keine Frage. Wo schon die gendergerechte Sprache auf dem Vormarsch ist, darf gendergerechtes Einkaufen nicht fehlen. So startet in den dm-Märkten ein breit angelegter Versuch: die Einführung eines reinen „Männerregals“. Dort findet der Mann von Welt an einem Ort kompakt Produkte wie Rasierartikel, Gesichtskosmetik, Haarpflege oder Kondome, also alles, was man für gepflegtes Leben und Lieben so braucht.

Der Name dieses virilen Point of Sales: „Seinz“. Natürlich mit Z, um durch diesen herb-männlichen Zischlaut den doch eher konventionellen Begriff wenigstens orthographisch etwas aufzufrischen. Grundlage der gegenderten POS-Reform sind Studien, die das deutlich unterschiedliche Einkaufsverhalten von Frauen und Männern beleuchten. Während Frauen gern stöbern, offen für neue Impulse sind und sich gern inspirieren lassen, kaufen Männer eher zielgerichtet ein. Sie wissen, was sie wollen, möchten das schnell finden und dann wieder hinaus. Keine brüllend neue Erkenntnis, aber „Seinz“ kommt diesem Rein-Raus-Kaufverhalten natürlich sehr entgegen.

Kritiker mögen einwenden, dass dieser Ansatz angesichts der fortschreitenden Nivellierung zwischen den Geschlechtern doch etwas retro sei. Andere wiederum loben ihn als die beste Erfindung, seit jemand auf die Idee kam, Handtücher mit „Er“ und „Sie“ zu besticken. Und was ist mit den Frauen? Für die reicht ein Regal bei der opulenten Produktpalette niemals aus. Ihnen gehört mehr als die Hälfte des Drogeriehimmels, sagen wir 90 %.

Mehr Info? Hier geht’s lang zur Dasein(z)vorsorge ...

 

 

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