Kontakt
ATS Werbeagentur
Wertherstraße 20
33615 Bielefeld
Telefon: 0521 52099 - 0
Telefax: 0521 52099 - 51
info@ats-werbeagentur.de

13.12.2018
Endlich Grillen – im Snackriegel

Man liest aktuell immer häufiger, dass Insekten die Nahrung unserer Zukunft seien. Schon gibt es Burger-Pattys aus Buffalowürmern, unlängst servierte hier ein szeniges Restaurant Heuschrecken anlässlich der Bielefelder Klimawoche und jetzt: testen wir selbst die neuen proteinreichen Köstlichkeiten.

Denn gestern im Bio-Supermarkt stand da dieses Display (siehe Foto) und forderte uns auf: Probiere den ersten Bio-Insektensnack. Ein bisschen kindlich, die Aufmachung, aber gut: Soll ja unsere Zukunft sein und vielleicht schmeckts ja auch den lieben Kleinen dereinst.

Aber warten wir ab, wie der Riegel ankommt. Hier sind Stimmen aus der Agentur:

„Oh cool, Insektenriegel, probier ich gern”, so die Reaktionen zweier Damen in der Grafikabteilung. Nach überstandenem Genuss weicht die Begeisterung allerdings Ernüchterung: „Na ja ... bisschen pappig, Und gar nicht süß!?” Die weiteren Reaktionen: Die meisten Befragten zeigen sich interessiert und greifen nach kurzem Zögern zum Snack. Einige wenige bleiben skeptisch und erwehren sich auch penetrantem Nachfragen („Hau ab, Mensch!”, so ein Grafiker). DTPler K. dagegen fühlt sich an seine Jugend auf dem Lande erinnert: „Wir haben früher Heuschrecken überm Feuer gegrillt!” Sein Kommentar nach dem Probieren ist allerdings vernichtend. „Schmeckt sch ...!”, so das klare Urteil. Aber vielleicht gewöhne er sich ja in Zukunft daran. Ein bibelkundiger Kollege verweist auf Johannes den Täufer. Von wegen neu, der habe ebenfalls bereits Heuschrecken verzehrt. Ansonsten lautet sein Kommentar „na ja”, und so setzt sich das mit „zu trocken”, „schmeckt nach nichts”, „muss ich nicht haben”, „Buaahh, das ess ich nicht auf” fort. Geschmacklich fällt der Insektenriegel also deutlich durch bei uns. Eine überzeugte Vegetarierin verweigert mit dem Hinweis auf die tierische Grille – eine andere probiert trotzdem ein Eckchen. 

A propos: „Insekten”-Snack. Schaut man auf die Zutatenliste, erstaunt diese Bezeichnung. Denn erst an achter Stelle wird Grillenmehl aufgeführt. Der Anteil an „vermahlenen Kurzflügelgrillen” beträgt also nur 6 %. Zu wenig auch, um sich geschmacklich bemerkbar zu machen. 

Fazit unserer kleinen Feldforschung:
Die Abneigung, Insekten zu essen, ist viel geringer als gedacht. Die meisten probieren. Den meisten schmeckts allerdings nicht. Da geht also noch reichlich in Sachen Produktentwicklung. 

Mehr Info zu den Riegeln gibt es hier. 

Mehr Blog