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6. Februar 2018
Kopftuch: jes or no?

Mit seiner neuen Kampagne wollte Süßwarenhersteller Katjes eigentlich nichts weiter als junge, sich bewusst ernährende Frauen darauf aufmerksam machen, dass ihre Gums allesamt vegetarisch und gelatinefrei sind. Drei Models hatte das Unternehmen dafür gecastet, eines davon trug ein Kopftuch. Eine Entscheidung mit Folgen. 

Sie führte dazu, dass der neue Katjes-Claim „Achte mal drauf!” in eine ganz andere Richtung zielte als beabsichtigt. Alle achteten nur noch auf das Model mit Kopftuch, in den sozialen Medien polarisierte die Kampagne gewaltig. Der Facebook-Eintrag mit dem Spot verzeichnete innerhalb kurzer Zeit 3.000 Kommentare. 2.000 Likes standen gut 2.000 ablehnenden Emojis gegenüber. Beschwerten sich die einen, dass mit der Etablierung des Kopftuchs die Errungenschaften der Emanzipation zunichte gemacht würden, konterten die anderen, man solle vor der eigenen Tür kehren und selbstbewusste Muslimas nicht bevormunden.

Viel Polarisierung bedeutet viel Aufmerksamkeit, nur in diesem Falle leider kaum für das Produkt selbst. Aber im Gegensatz zu Vorgänger-Kampagnen, wo sich etwa Modelmama Heidi Klum die Katjes-Gums zwischen die Zehen steckte, hat diese Kampagne wenigstens gesellschaftliche Relevanz.

Hier geht’s zum 18-sekündigen Aufreger.

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