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9. Oktober 2014
Klauen ohne zu klauen

Popmusik und Werbung, das ist spätestens seit den nostalgischen Levi’s-TV-Spots der 80er Jahre eine erfolgversprechende Kombination. Manchen Unternehmen ist es aber schlichtweg zu teuer, sich für exorbitante Lizenzgelder den Originalsong zu sichern. Dann verfallen sie auf die Idee, den begehrten Song auf raffinierte Weise zu kopieren.

BMW hat es aktuell in seinem Spot für den BMW 2er Active Tourer wieder besonders dreist vorgemacht: Der Welthit „Happy” von Pharrell Williams – im Frühjahr/Sommer in 38 Ländern auf Platz 1 der Charts – kostete anscheinend zu viel. Also briefte man einen „Komponisten”, ein sogenanntes Rip-Off zu schreiben. Soundgewand, Stimmlage, der transparente Soulbeat: alles identisch mit „Happy” – und doch ein anderer Song, dem man juristisch mit Copyright-Paragraphen nicht beikommen kann. Entsprechend der Titel des Songs: „Dance My Problems Away”.

Irgendwie beschleicht einen beim vergleichenden Hören das ungute Gefühl, dass ein eigentlich kapitalkräftiger Konzern wie BMW hier auf recht schamlose Weise Trittbrettfahrerei betreibt. Da bekommt der für den Spot abgewandelte BMW-Slogan „Freude ist zum Teilen da” eine halbseidene Zweitbedeutung.

Hier die Songs im Vergleich: Pharrell Williams und der BMW-Spot.

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