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31. Mai 2017
Bierstreit in Bielefeld

Zur Freude aller Bierfans mit Vorliebe für regionale Spezialitäten brachte Start-Up-Unternehmer Mike Cacic vor etwa einem Jahr das Bier „Bielefelder Flutlicht” auf den Markt. Doch jetzt macht die Wettbewerbszentrale der Erfolgsgeschichte des Jungunternehmers einen Strich durch die Rechnung und mahnte diesen gleich zweifach ab:

1. Kritikpunkt: Unzulässiger Werbeslogan: „Endlich kein Bier mehr aus Herford” ist der Werbespruch, der Etikett und Pappträger des Bielefelder Fluchtlichts ziert – eine „Herabwürdigung eines Mitbewerbers”, des Brauerei-Giganten aus dem Nachbarstädtchen, findet die Wettbewerbszentrale. Im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sei unter Paragraf 6 eindeutig beschrieben, dass Waren eines Mitbewerbers nicht herabgesetzt oder verunglimpft werden dürfen. Die „zeitlichen Angaben ’endlich’ und ’mehr’ suggerieren, dass die Zeiten des Konsumenten, in denen er gezwungenermaßen dieses Bier mangels regionaler Alternative konsumieren musste, nun nach langem Warten vorbei sind", heißt es in dem Abmahnungsschreiben (Quelle: nw-online). 

2. Kritikpunkt: Falsche Herkunfts-Deklaration. Cacic bewerbe sein Produkt zwar als Bielefelder Bier, tatsächlich werde es aber seit November 2016 in der Schlossbrauerei Rheder in Brakel (Kreis Höxter) gebraut. Der junge Bierbrauer erklärt, dass die Nachfrage nach dem regionalen Gebräu schnell angestiegen sei und er deshalb einen alternativen Produktionsort suchen musste.

Mit der Wettbewerbszentrale hat Mike Cacis jetzt einen Kompromiss ausgehandelt: Zukünftig muss auf das Etikett „gebraut in Brakel" gedruckt und der kritisierte Slogan entfernt werden. Da Cacic noch jung auf dem Markt ist, räumt die Wettbewerbszentrale ihm dafür eine Frist ein: Gemäß dieser habe er noch bis zum 1. Juli Zeit, um seine 4.000 Pappträger mit dem strittigen Slogan und bis zum 1. Oktober seine 320.000 Bierflaschenetiketten zu verbrauchen. 

Ein engagierter Rechtsanwalt hat sich mittlerweile eingeschaltet, um Cacis zu unterstützen. Dieser riet ihm, die Angabe des Produktionsortes auf dem Etikett zu ändern. Aber gegen die Kritik am Werbeslogan sehe er wohl eine 50-50-Chance, dass die Anschuldigung der Wettbewerbszentrale nicht aufrecht gehalten werden könne. Fortsetzung in diesem Fall folgt also ...

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