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13. Februar 2018
Ges(ch)ichtsklitterung

Namhafte Politiker in Deutschland werden nach ihrem Ableben verewigt: auf Briefmarken oder auf Münzen. Ein derart prägendes Posthum-Schicksal hat nun auch den Ende 2015 verstorbenen ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt ereilt.

Anlässlich seines 100. Geburtstages im Dezember 2018 gibt es eine 2-Euro-Münze mit seinem Konterfei. Aber wie man ihn in Szene gesetzt hat, darüber streiten sich jetzt die Geister. Man sieht den Hamburger Staatsmann und leidenschaftlichen Menthol-Zigaretten-Intensivverwender in klassischer Handhaltung. Allein: Die Zigarette fehlt. Wegretuschiert.

Den Altkanzler, der selbst in der rauchfreien Zone heutiger TV-Talkshow-Formate eine Ausnahmegenehmigung durchsetzte, seine bevorzugten Glimmstängel coram publico genussvoll auf Lunge zu ziehen, holt jetzt aber die Rache der Gesundheitsapostel ein. Hätte man nur sein Gesicht close up gezeigt, nun gut. Aber durch die klassische Handhaltung des Rauchers Helmut Schmidt ohne seine geliebte Zigarette wirkt er wie enteiert.

Und er ist nicht der Einzige: Hollywood-Diven und passionierten Raucherinnen wie etwa Vívien Leigh („Vom Winde verweht”) oder Rita Hayworth („Gilda”) wurden auf Fotos ebenfalls nachträglich Zigaretten aus den Händen retuschiert – eine Ges(ch)ichtsklitterung sondergleichen. In welchem Auftrag geschehen solche „Korrekturen?” Vermutlich aufgrund eines kranken Reinheitsgebots der Gesundheitslobby.

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