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6. Oktober 2017
Frühstück, aber bitte mit Aufschnitt

Ob Toast mit Marmelade, das vollwertige Müsli oder die wenig kulinarische Variante mit Kaffee und Kippe – jeder hat so seine Gewohnheit, was morgens gefrühstückt wird. Was aber vor dem Finanzgesetz als Frühstück gilt, das zeigt dieser kuriose Prozess zwischen einem Unternehmen und dem Finanzamt:

Das Unternehmen stellt seinen 80 Mitarbeiten täglich rund 150 Brötchen zum freien Verzehr zur Verfügung. Es gibt allerdings weder Aufschnitt noch Brotaufstrich dazu. Zusätzlich dürfen sich die Mitarbeiter kostenlos an einem Heißgetränkeautomaten bedienen – ohne dass das Unternehmen Lohnsteuer darauf zahlt. So nicht, meinte das Finanzamt. Es setzte fest, dass es sich um eine „unentgeltliche Zurverfügungstellung" einer Mahlzeit am Arbeitnehmer handele. Dieses Frühstück sei mit einem Sachbezugswert zu besteuern.

Die Firma klagte gegen die Sichtweise des Finanzamts und gewann: Ein trockenes Brötchen und ein Kaffee seien nach Auffassung des Gerichts kein Sachbezug in Form eines Frühstücks.

Da soll noch einer sagen, dass Jura eine trockene Angelegenheit sei. So viel kulinarisches Feingefühl der Justiz überrascht uns positiv!

Nachsatz ATS:
An dieser Stelle entschuldigen wir uns für die teils holprigen Formulierungen in diesem Beitrag, aber wir wollen ja die juristischen Hintergründe mit dem dazugehörigen Jargon korrekt wiedergeben.

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