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16. Juli 2015
Da schäumt die Schadenfreude

Am absoluten Hot Spot internationaler Werbung, dem Times Square in New York, konnte man vor kurzem Zeuge eines kleinen „Bierkriegs“ deutscher Brauereien werden. Warsteiner ärgerte Beck’s – und das in aller Öffentlichkeit. Was war passiert? In den USA ist zurzeit die Herkunft eines Bieres ein heißes Werbethema. Und da hat Beck’s aus Bremen, Teil des belgisch-amerikanischen Anheuser-Busch-Inbev-Konzerns (Budweiser, Bud light und in Deutschland neben Beck’s unter anderem Franziskaner, Spaten, Löwenbräu, Hasseröder.) einen groben Fehler begangen.

Beck’s war vor zwei Jahren von Bierliebhabern aus Florida verklagt worden, die sich durch die Werbeaussage „Originated in Germany“ getäuscht fühlten. Denn gebraut wird das in den USA getrunkene Beck’s nicht mehr in Bremen, sondern seit 2013 in St. Louis/Missouri. Rund 600.000 Hektoliter im Jahr. Das aktuelle Urteil: Bis zu 50 Dollar gibt es als Entschädigung für alle, die Beck’s nach 2011 gekauft haben und dies nachweisen können. Zusätzlich muss Beck’s 3,5 Millionen Dollar zahlen.

Diese juristische Schlappe nutzte Warsteiner nun weidlich aus. Gut eine Woche prangte am Times Square ein riesiges digitales Billboard, eine 15 Stockwerke hohe Anzeigentafel und wies jeden, der es wissen wollte, subtil darauf hin: „Warsteiner. Deutsches Premium Bier aus, du weißt schon, Deutschland. Mach’s richtig.“ Was diese überschäumende Schadenfreude Warsteiner gekostet hat, darüber hüllt sich die Brauerei in Schweigen. Nur eines ist sicher: Qualität, Zutaten und Abfüllungsort deutscher Biere sind weltweit immer noch ein relevantes Thema. 

Foto: Amsterdam Worldwide

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