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22. Dezember 2014
Druckfehlerteufel

Puhh, gerade noch mal gut gegangen. Beim Korrekturlesen des ersten Ausdrucks für das Kundenjournal eines Autozulieferers steht doch da tatsächlich der Begriff „Zusatzschweinwerfer”. Nun wäre eine Art Stoßfänger beim Wechsel einer Wildschweinrotte über die Autobahn sicher eine interessante Zusatzausrüstung für einen Truck, aber es geht um Beleuchtung. Wenige Seiten weiter der nächste heimtückische Druckfehler, dort finden sich die unsterblichen Zeilen „bei der Umstellung von Halogen auf LSD” (statt LED) – den zukünftigen Farbenrausch auf Deutschlands Straßen kann man sich lebhaft ausmalen.

Technikgläubige haben beim Thema Druckfehlervermeidung immer schnell eine Lösung parat: den Text einfach durch das vorinstallierte Rechtschreibprogramm des Computers laufen lassen. Das mag bei klassisch orthographischen Fehlern funktionieren, bei Fehlern aber, die wiederum einen eigenen – wenn auch anderen – Sinn ergeben, funktioniert es nicht.

Unvergessen seinerzeit eine Präsentation beim Kunden, einem bekannten Hersteller von Kaffee und Kaffeeautomaten. Präsentiert werden sollte der Claim für einen Automaten, der einen Kaffeegenuss wie früher liefert, als der Kaffee noch per Aufguss von Hand gefiltert wurde.  Man klickt die Seite in der Präsentation an und was steht dort in großen Lettern? Kaffee wie von Hand gefoltert. Pech eben, dass die Buchstaben „i” und „o” auf der Tastatur nebeneinander liegen.

Manchmal werden unsere Texter, die regelmäßig Korrektur lesen, von unruhigen Alpträumen heimgesucht. Sie bekommen vom Packungsdesigner vorwurfsvoll eine Packung für die Fischfilets eines Feinkostherstellers auf den Tisch geknallt mit der Bemerkung: „Fällt Dir was auf?” Bei näherem Hinsehen kommt die Erleuchtung: Im Wort „Rotbarschfilets” fehlt das „b”.

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