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31.01.2013
Rassismus im VW-Werbespot?

Der Superbowl ist in Amerika das sportliche Großereignis, auf das neben Millionen Sportfans auch die Werbeindustrie hinfiebert. Nicht zuletzt der Volkswagen-Konzern hat dort einige seiner legendärsten Commercials platziert – man denke nur an die Spots mit dem kleinen Darth Vader.

Für seinen neuen Spot erntet VW allerdings bereits im Vorfeld des Superbowl ernste Vorwürfe: Rassismus bescheinigen einige Journalisten der Story rund um den VW-Beetle. Zu sehen ist ein klassischer WASP (White Anglo-Saxon Protestant), der in einer grauen Büroatmosphäre mit echtem jamaikanischem Akzent seine Kollegen zu einer Fahrt mit dem Beetle einlädt und damit Lebensfreude pur vermittelt. Kritiker werfen dem Konzern vor, dass ein Weißer einen jamaikanischen (und damit „farbigen”) Akzent spreche, sei latenter Rassismus, weil er rhetorische Stereotypen aufwärme. VW weiß sich mit seinem Unverständnis gegenüber diesem Vorwurf in bester Gesellschaft: Nicht nur Tausende von Fans verteidigen den Spot, sondern sogar der jamaikanische Tourismusminister. Für ihn sei der Spot ein Beweis, wie ansteckend jamaikanische Lebensfreude sein könne. 

Political Correctness scheint in der Offensive zu sein. Nach den monierten Bezeichnungen in Kinderbüchern ist jetzt die Werbeindustrie Ziel der Attacken. Man muss nicht erst das große Wort „Freiheit” im Munde führen, um zu merken: Die Zeiten mögen „korrekter” werden, aber zugleich auch immer moralinsaurer, verklemmter und verdruckster. 

Den Spot sehen Sie hier.