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30.04.2012
Wahlwerbungs-Check (2)

Auch die Liberalen setzen im NRW-Wahlkampf 2012 ganz auf ihren Spitzenkandidaten. Die 18/1-Plakate zeigen Christian Lindner, vor einigen Monaten erst von seinem Amt als FDP-Generalsekretär zurückgetreten. Nun soll er in NRW seiner Partei helfen, abermals in den Landtag einzuziehen.

Kein leichtes Unterfangen, wenn man die aktuellen Umfragen betrachtet. Welche Werbe-Strategie wählt also die FDP? Sie wendet sich, nicht nur mit dem obigen Plakat, Bildungsthemen zu. Pro Gymnasium, gegen „Gleichmacherei” lautet die Botschaft, die Lindner hier präsentiert.

Er selbst blickt den Betrachter dabei nicht an, sondern zur Seite, zu einem imaginären Gesprächspartner. Der FDP-Spitzenkandidat, in lässig aufgestützter Attitüde, wird uns als intellektueller, argumentativer Geist präsentiert. Im Gegensatz dazu steht der emotionale Abbinder der Kampagne, der Slogan „DAS ist meine FDP”, nicht nur optisch wie ein Anhängsel. Aber wer spricht diesen Slogan eigentlich: Der überzeugte Wähler, der vor dem Plakat zustimmend nickt? Oder setzt sich hier der Kandidat selbst höchst subtil von seinem Parteichef Rösler ab? 

Interessant am (unteren) Rande: Dort liest man noch einmal den Namen des Kandidaten. Eine Vorsichtsmaßnahme, falls der doch recht zügig eingesetzte Kandidat den Menschen im Lande noch nicht so gut bekannt ist?

Fazit: Auch die Liberalen setzen auf „People” wie wir Werber sagen. Ihr Kandidat besetzt dabei ebenso eine (stilistische) Nische wie das formulierte Wahlkampfziel (Bildung).