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11.12.2013
Human-Appetizer

Als eine Agentur, die sich unter anderem auf Food Service spezialisiert hat, nahmen wir diesbezüglich vor kurzem eine skurrile Meldung aus Frankreich zur Kenntnis. Dort enthüllte eine Ex-Kellnerin des vornehmen Pariser Restaurants „Georges” eine merkwürdige Platzierungs-Praxis ihres Chefs. Geheimes Grundprinzip im „Georges” sei seit Jahren, dass die Fensterplätze nur „gut aussehenden” Gästen vorbehalten sind. Menschen, die, als Gott die Schönheit verteilte, nur einen warmen Händedruck bekamen, werden hingegen in den hinteren Teil des Restaurants verbannt. Auf eine Formel gebracht: Die Schönen ins Fenster, die Hässlichen ins Finstere.

Aus gastronomischer Sicht ist das in Ansätzen sogar verständlich. Man nutzt schöne Menschen, die in der Auslage des Restaurants sitzen, sozusagen als menschliche Visitenkarte, „Human-Appetizer” sozusagen. Der Lockeffekt ist nicht zu unterschätzen. Fehler drohen eigentlich nur bei telefonischen Reservierungen. Wer George Clooneys Stimme einen Fensterplatz zusagt und plötzlich Quasimodo in der Tür stehen hat, kommt in Erklärungsnot. Der Chef vom „Georges” hat auch dafür eine Lösung: „Man tue das Möglichste, um einen guten Platz frei zu halten”, sagt man in solchen Fällen und entscheidet spontan bei Eintreffen des Gastes, wo man ihn platziert.

Es lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, inwieweit sich eine solche Platzvergabe auch in anderen Premium-Restaurants herumgesprochen hat, nur soviel: Wenn Sie sich bei Ihren Restaurantbesuchen wundern, dass Sie immer in der Nähe des Toilettenganges platziert werden, es gäbe zumindestens eine ganz einfache Erklärung dafür ...